Sie sind hier: >>> Geschichte
Geschichte von Berlin
Geschichtliches über Berlin
Seit der Gründung im 13. Jahrhundert erlebte Berlin eine wechselvolle Geschichte, die sich bis in die heutige Zeit zieht. Als offizielles Gründungsjahr gilt das Jahr 1237, in diesem Jahr wurde Cölln zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt und Berlin folgte 1244. Im Jahr 1280 erhielt Berlin ein neues Stadtsiegel und hier sind erstmalig zwei Bären abgebildet. Die Nikolaikirche wurde etwa 1230 gebaut und erstmals wird die Marienkirche im Jahr 1292 urkundlich erwähnt.
Damit die Rechte gegenüber dem Landesherrn gesichert und ausgeweitet werden können, bilden Cölln und Berlin 1307 eine Union. Insgesamt sitzen sechs Ratmannen aus Cölln und zwölf aus Berlin im gemeinsamen neuen Rathaus zusammen. Im Inneren behalten die beiden Städte ihre eigenen Verwaltungen und Haushalte, nur nach außen stellen sie eine Einheit dar.
Die Markgrafenschaft Brandenburg wird 1356 zum Kurfürstentum ernannt. Vier Jahre später wird Berlin-Cölln Mitglied vom Hansebund und nimmt an den Tagungen in Lübeck als Vertreter der mittelmärkischen Städte teil. Es waren weitreichende Beziehungen des Handels vom Hansebund erlaubt, allerdings war Berlin-Cölln noch zu klein und besaß noch keinen großen Stand im Bündnis. Auf eigenen Wunsch wird die Stadt 1518 aus dem Bündnis wieder ausgeschlossen.
1390 wird zum ersten Mal ein Rathaus in Berlin nachgewiesen. Zu Berlin und Cölln zählen 1400 etwa 8.500 Einwohner und insgesamt 1.100 Häuser. Zu dieser Zeit besaß die Stadt bereits drei Hospitäler, drei Rathäuser, sowie Kirchen und Klöster. Die Klöster waren mit Wohnungen für die Geistlichen und den markgräflichen Hof ausgestattet.
Kurfürstliche Residenzstadt
Die über 500-jährige Herrschaft der Hohenzollern in Berlin beginnt im Jahr 1411 mit der Berufung des aus Nürnberg stammenden Burggrafen Friedrich VI. zum Hauptmann und obersten Verweser. Zu einer Stadtgemeinde schließen sich Berlin und Cölln 1432 zusammen, bereits zehn Jahre später wird diese durch den Kurfürsten Friedrich II. aufgehoben. Der Grundstein für das spätere Berliner Stadtschloss wird 1443 gelegt. Erst 1716 sind alle Aus- und Umbauten abgeschlossen.
Das Schloss in Cölln wird vom Kurfürsten Johann Cicero 1486 zur Residenz der brandenburgischen Kurfürsten aus dem Geschlecht der Hohenzollern gemacht, damit beginnt sich die Residenzstadt zu entwickeln und nimmt an politischer Bedeutung zu, verliert aber gleichzeitig einige städtische Freiheiten.
Zwischen dem Tiergarten und dem Stadtschloss, welches das Jagdrevier der Kurfürsten ist, wird 1647 eine Allee angelegt, die heute die Straße Unter den Linden ist. 1695 lässt Friedrich III. für seine Frau Sophie Charlotte ein Schloss bei Lietzenburg errichten, das später in Schloss Charlottenburg umbenannt wird.
Königliche Hauptstadt
Berlin wird königliche Residenzstadt als der Kurfürst Friedrich III. sich in Königsberg zum König Friedrich I. von Preußen krönen lässt. Mit einer Verfügung des Königs werden Cölln, Berlin, Friedrichstadt, Friedrichswerder und Dorotheenstadt zur Haupt- und Residenzstadt Berlin.
Ab 1740 werden viele Bauten für die Repräsentation errichtet, die noch heute prägend für das Stadtbild sind. So wurden unter anderem das Zeughaus, das Opernpalais, das Kronprinzenpalais, das Prinz-Heinrich-Palais, die Staatsoper, die Alte Bibliothek und die St. Hedwigs-Kathedrale gebaut.
1861 werden mehrere Vorstädte eingemeindet und die Stadt Berlin wächst weiter. Das neue Rathaus wird 1869 fertig gestellt und wird bald durch die rote Klinkerarchitektur das „Rote Rathaus“ genannt.
Kaiserliche Reichshauptstadt Berlin
1871 wird Berlin Hauptstadt des Deutschen Reiches, seitdem gewinnt Berlin immer mehr an politischer Bedeutung und es siedeln sich viele Unternehmen in der Stadt an. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung steigt die Einwohnerzahl und 1877 wird die Millionengrenze überschritten.
Zum Zweckverband Groß-Berlin schließt sich die Stadt mit den umgebenden Städten Spandau, Lichtenberg, Wilmersdorf, Schöneberg, Charlottenburg und den Kreisen Teltow sowie Niederbarnim zusammen und die Einwohnerzahl übersteigt die zwei Millionen Grenze.
Die goldenen Zwanziger
In diesem Jahrzehnt steigt die Einwohnerzahl auf 3,8 Millionen, es wurden nochmals sieben Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke eingemeindet. Berlin entwickelt sich zur größten Industriestadt in Europa und zu einer Kulturmetropole.
1929 ereilt auch Berlin die große Weltwirtschaftskrise, es werden 450.000 Menschen arbeitslos und es kommt zu gewalttätigen Unruhen.
Turbulente Jahre
1933 übernimmt Adolf Hitler die Macht und es kommt zum Ende der Demokratie, die Nationalsozialisten sind nun an der Macht. Es finden viele Boykottaktionen statt und die Nationalsozialisten veranstalten eine Bücherverbrennung vor der Alten Bibliothek.
Am 1. September 1939 erhält Polen eine Kriegserklärung und der Zweite Weltkrieg beginnt. Dabei müssen Millionen Menschen sterben, bis der Krieg endlich 1945 beendet wird. Erstmals überschreitet die Rote Armee am 21. April 1945 die Stadtgrenze von Berlin. Am 30. April begeht Hitler Selbstmord und am 2. Mai ist für Berlin der Krieg beendet. Die Stadt wurde von den Alliierten in vier Sektoren aufgeteilt und verwaltet.
Am 23. Mai 1949 wird die Bundesrepublik Deutschland gegründet und am 7. Oktober 1949 die Deutsche Demokratische Republik, es sollte 40 Jahre dauern, bis wieder ein einheitliches Deutschland entstand.

